Calpam Mineralöl-Gesellschaft mbH, Schillerstraße 98, 63741 Aschaffenburg
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Fragen und Antworten

Staatliche Förderung

Welche Vorteile bringt eine Umstellung bzw. Modernisierung?

Mit einer Modernisierung Ihrer Anlage (Austausch von Brenner, Kessel und Steuerung) senken Sie den Heizölverbrauch sowie den CO2-Ausstoß bis zu 30%, den Schadstoffausstoß bis zu 50%. Mit einer hocheffizienten Brennwerttechnik erreichen Sie eine Energieausnutzung von fast 100% und senken Ihren Heizölverbrauch bis zu 10%.

Wie viel kostet die Umstellung?

Weniger als Sie annehmen, denn Sie können Teile Ihrer alten Anlage, wie Heizkörper und Heizungsrohre, weiterhin verwenden. Langfristig tun Sie nicht nur Ihrer Geldbörse etwas gutes, sondern auch der Umwelt.

Wie sehen Fördermaßnahmen vom Staat aus?

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Ihre Modernisierungsmaßnahmen unter gewissen Voraussetzungen.

KFW Förderprogramme

Förderung erhalten alle Träger von Investitionsmaßnahmen an selbst genutzten und vermieteten Wohngebäuden wie Privatpersonen, Wohnungsbaugenossenschaften, Gemeinden und andere.
Die Investitionen werden durch Darlehen mit Festzinssätzen bei tilgungsfreien Anlaufjahren gewährt. Private Investoren erhalten die Darlehen über Bank und Sparkassen. 100% der Investitionskosten inklusive Nebenkosten werden gefördert. Die maximale Kreditlaufzeit beträgt 20 Jahre.
Die Verzinsung liegt unter dem Kapitalmarktniveau und wird für die ersten 10 Jahre festgeschrieben. Das Darlehen wird voll ausgezahlt (100%).
Private Kreditnehmer müssen bankübliche Sicherheiten stellen.

Welche Fördermaßnahmen durch den Staat gibt es?

  • KfW-Co2-Gebäudesanierungs-Programm
  • KfW-Programm zur CO2-Minderung
  • KfW-Wohnraum-Modernisierungsprogramm II
  • Programm zur Förderung erneuerbarer Energien

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang auch die Webseite der Bundesstelle für Energieeffizienz www.BfEE-online.de, sowie die Beratungsseite der IWO Expertensuche.

Heizöl

Welche Vorteile bietet der Wechsel zu einer modernen Ölheizung?

Heizöl ist seit Jahren im Schnitt 25 % günstiger als die vergleichbare Energiemenge Erdgas. Sie heizen umweltbewusst, da besonders schadstoffarm.
Eine moderne Ölheizungsanlage arbeitet bei normaler Wartung nahezu störungsfrei.

Warum soll ich mein Heizöl bei Calpam kaufen?

Wir sichern die schnelle, saubere und günstige Brennstoffversorgung mit innovativen, schwefelarmen Heizöl-Produkten. Unserem Unternehmen wurde das RAL-Gütezeichen Energiehandel verliehen. Dies bedeutet für Sie: eine eichrechtliche gesicherte Mengenabgabe und noch mehr Sicherheit beim Kauf unserer Produkte.

Gibt es eine Mindestbestellmenge?

Die Mindestbestellmenge liegt bei 500 Liter Heizöl.

Wie erfahre ich wann mein Heizöl geliefert wird?

Die Terminabstimmung erfolgt durch unsere Disposition telefonisch – in der Regel einen Tag vor Lieferung.

Was ist die Sicherheitspauschale?

Um Ihnen maximale Sicherheit zu bieten, schulen wir unsere Fahrer und führen regelmäßige Sicherheitsüberprüfung an den LKW durch. Für dieses Plus an Sicherheit berechnen wir eine Sicherheitspauschale.

Liefern Sie auch samstags?

Wir liefern Ihnen unser Heizöl auch gerne an einem Samstagvormittag.

Muss ich bei der Anlieferung vor Ort sein?

Es sollte jemand bei der Anlieferung vor Ort sein. Anschließend muss der Lieferschein vom Kunden quittiert werden.

Wie kann ich meine Heizölrechnung bei Calpam bezahlen?

Nach erfolgreicher Bonitätsprüfung zahlen sie nach Erhalt der Rechnung zum vereinbarten Zahlungsziel. Wenn Sie möchten, können Sie auch bei Anlieferung in bar zahlen. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen unser Wärmekonto, mit dem Sie bei Lieferung zunächst die Hälfte des Rechnungsbetrages zahlen und den Rest in monatlichen Raten. Mehr Infos zum Wärmekonto finden Sie hier!

Warum ist ein Grenzwertgeber so wichtig?

Der Grenzwertgeber verhindert, dass der Tank überfüllt wird und beugt damit wirksam Verunreinigungen des Kellers bzw. des Erdreichs um den Tank vor.

Warum sollte ich Calpam Heizöl plus nehmen?

Calpam Heizöl plus belastet weder die Umwelt, noch die Heizungsanlage durch aschebildende Substanzen.

Ist der Preis bei der Bestellung fest?

Der Preis, den wir mit Ihnen bei der Bestellung vereinbart haben, ist verbindlich. Sie haben allerdings das Recht, Ihre Heizölbestellung ohne Angaben von Gründen zu widerrufen. Die Widerrufsfrist endet nach 14 Tagen nach Lieferung. Allerdings erlischt dieses Recht vorzeitig, wenn sich das Heizöl bei der Lieferung mit Restmengen im Tank vermischt. Wenn Sie von Ihrem Recht des Widerrufs Gebrauch machen möchten, senden Sie uns einfach das Widerrufsformular, welches wir Ihnen mit der Auftragsbestätigung haben zukommen lassen, ausgefüllt und unterschrieben zu.

Muss ich meine Heizungsanlage während der Betankung ausschalten?

Während der Belieferung muss die Heizung ausgeschaltet sein. Es reicht, wenn die Anlage unmittelbar vor dem Einfüllen ausgeschaltet wird. Nach der Betankung sollte die Heizungsanlage noch 2-3 Stunden ausgeschaltet bleiben.

Kann ich auch mit meiner Standardheizungsanlage älteren Baujahres Calpam Heizöl EL PLUS verwenden?

Ja, Calpam Heizöl EL PLUS ist für Öl-Heizungsanlagen jeden Alters und jeder Art geeignet.

Muss eine Ölheizung regelmäßig gewartet werden?

So wie das Auto vor dem Urlaub überprüft wird, sollte auch die Heizung vor der Heizperiode gewartet werden. Bei einer Wartung wird gereinigt, geprüft, entlüftet und gegebenenfalls Wasser aufgefüllt. Sie bewirkt eine gleichmäßige Verbrennung mit optimaler Brennstoff-Ausnutzung. Das Risiko eines Heizungsausfalls wird damit so gering wie möglich gehalten.

Was ist eine Sammelbestellung?

Um beim Heizölkauf einen Mengenrabatt zu erhalten, schließen sich häufig einige Nachbarn für eine Bestellung zusammen.

Bekommt jeder aus der Sammelbestellung eine eigene Rechnung?

Jeder Teilnehmer einer Sammelbestellung erhält nach der Lieferung eine Rechnung.

Wie wichtig ist richtiger Tankschutz?

Besitzer von Ölheizungen beobachten den Stand ihrer Heizölreserven, aber um den Tank kümmern sie sich meistens wenig.

Grund: Der Vorratsbehälter ist das passive Modul der Heizanlage. Er steht und liegt stumm da, man kann nichts an ihm einstellen und wenn er in der Erde eingebuddelt ist, bleibt er unsichtbar.

Trotzdem: Auch der Heizöltank braucht Kontrolle und Wartung, wenngleich in wesentlich größeren zeitlichen Abständen als Brenner und Kessel. Fachleute sagen, Heizöltanks sollen alle fünf bis sieben Jahre auf Verschmutzungen und Undichtheit – oder andersherum ausgedrückt – auf Sauberkeit und Dichtigkeit überprüft werden.

Ich habe vor ein paar Tagen Diesel gekauft – inzwischen sind die Preise gesunken. Kann ich vom Preisrückgang noch profitieren?

Diesel ist ein Börsenprodukt, dessen Preise täglichen Schwankungen unterliegt. Der am Kauftag vereinbarte Preis ist fest und ändert sich auch dann nicht, wenn die Marktpreise später sinken. Ihr Vorteil: Ein möglicher Anstieg der Marktpreise hat auf den vereinbarten Preis bei der Bestellung keinen Einfluss mehr. Somit profitieren Sie in diesem Fall vom günstigen Preis.

Doch warum überhaupt Tankkontrolle und -wartung?

Weil Heizöl ein Produkt aus natürlichen Rohstoffen ist und altern kann, d.h. es sedimentiert, wobei sich Alterungsstoffe auf dem Tankboden absetzen.

Weil durch das Lüftungsrohr Feuchtigkeit in den Tank eindringt, kondensiert und auf den Boden sinkt.

Weil sich bei Behältern aus zusammengeschweißten Stahlblechen mit der zeit Rost bildet, der sich irgendwann in kleinen Partikeln (Flugrost) von der Wand löst und am Boden ablagert.

Dort bildet sich – langsam aber sicher – eine so genannte Bodenphase. Sie ist aggressiv und sie greift den Stahl an.
Sie frisst sich durch, wenn man nicht frühzeitig etwas dagegen unternimmt. Selbst wenn die Tankphase harmlos wäre oder dem Material, wie beim Kunststoff-Batterietank, nicht schaden kann, ist periodische Tankpflege notwendig. Der Bodensatz könnte angesaugt werden und den Filter vor dem Brenner verstopfen. Die Heizung geht auf Störung.

Tankinspektionen, gegebenenfalls Tankreinigung und Tankschutzmaßnahmen sind im Prinzip genauso wichtig wie die Wartung von Brenner und Kessel. Um zu überprüfen, wie es um Ihre Tankanlage bestellt ist, empfehlen wir Ihnen als erste Maßnahme die Tankanlagenprüfung. Lassen Sie uns darüber sprechen.

Was ist Winterdiesel?

Winterdiesel ist ein Dieselkraftstoff, dem Additive zugemischt sind, die das Ausflocken von Paraffinen bei niedrigeren Temperaturen reduzieren. Ohne diese Zusätze bilden sich in den Kraftstoffleitungen Paraffinkristalle, die durch Verstopfen des Kraftstofffilters ein Durchfließen des Dieselkraftstoffs verhindern. Winterdiesel kann auch im Sommer bedenkenlos genutzt werden.

Ab wann gibt es Winterdiesel?

Übergangsdiesel können Sie jährlich vom 1. Oktober bis zum 15. November tanken, Winterdiesel ab dem 16. November bis zum 28. Februar.

Kraftstoffe

Warum wird ein anderer Betrag, als der für den ich getankt habe, auf meinem Konto angezeigt?

Wenn Sie an einem Tankautomat mit einer EC- oder einer Kreditkarte tanken, dann wird auf Ihrem Konto eine Vorautorisierung gebucht.

Diese Vorautorisierung stellt keine Belastung Ihres Kontos dar. Sie wird sofort eliminiert, wenn der Wertbetrag Ihrer Tankung auf Ihrem Konto belastet wird. Es gilt, dass bei Einsatz von Karten die AGB der ausgebenden Kartengesellschaft / Bank und die Zulassungsbestimmungen des Zentralen Kreditausschusses in Berlin gültig sind. Es handelt sich bei diesem Verfahren der Vorautorisierung um ein vorgeschriebenes Verfahren des ZKA. Diese Zulassungsbestimmungen und die damit verbundenen Sicherheitsanforderungen sind für alle Betreiber von electronic- cash Terminals bindend. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.zentraler-kreditausschuss.de.

Das Unternehmen zu dessen Gunsten diese Vorautorisierung vermerkt wird erhält dadurch keine Wertgutschrift und somit auch keine Zinsvorteile zu Ihren Lasten!

Wozu benötige ich überhaupt AdBlue?

AdBlue ist ein Produkt, das entwickelt wurde, um den Ausstoß von Stickoxiden durch Dieselfahrzeuge zu reduzieren.

Woraus besteht AdBlue?

AdBlue besteht aus 32,5 % hochwertigem Harnstoff und 67,5 % entmineralisiertem Wasser.

Wie tanke ich AdBlue?

AdBlue kann nur in LKW verwendet werden, die mit einer SCR-Anlage (selektive katalytische Reduktion) und einem AdBlue Tank ausgestattet sind. Auf keinen Fall darf man AdBlue in den Dieseltank füllen, dies verursacht schwere Motorschäden. Ebenfalls schädlich ist es, wenn Diesel-Treibstoff in den AdBlue-Tank gelangt.

Muss ich meinem Diesel-PKW auch mit AdBlue tanken?

Ja, seit September 2014 gilt die Euro6-Norm für neue Typzulassungen und damit der neue Stickoxid(NOx)-Abgasgrenzwert von nur noch 80 Milligramm/Kilometer. Während bei kleineren Fahrzeugen noch NOx-Speicherkatalysatoren ausreichen, um diesen Wert zu erreichen, benötigen die größeren Modelle ebenfalls einen sogenannten SCR-Katalysator (selektive katalytische Reduktion). Wie beim Lkw wird von einem separaten Tank aus AdBlue direkt vor dem Katalysator in den Abgasstrang gespritzt. Man geht davon aus, dass 30 bis 50 Prozent aller seit Herbst 2015 zugelassenen Euro6-Pkw mit der SCR-Technologie ausgerüstet sind.

Weshalb sollte ich Calpam Diesel schwefelarm tanken?

Mit unserer innovativen Kraftstoff-Sparformel hilft ihnen Calpam Diesel schwefelarm dabei, bereits von der ersten Tankfüllung an Kraftstoff zu sparen*. Unsere Kraftstoff-Sparformel wurde entwickelt, um den Brennvorgang in Ihrem Motor durch eine schnellere Zündung und Verbrennung effizienter zu machen. Zudem hilft das besondere Additivpaket dabei, das Kraftstoffeinlasssystem vor Ablagerungen zu schützen. So können Sie aus jedem Tropfen Calpam Diesel schwefelarm das Maximum herausholen.

* Die tatsächlichen Effekte können je nach Fahrzeug, Fahrsituation und Fahrstil variieren

Calpam Klimaneutral

Warum investieren wir überhaupt in Waldprojekte?

Wir möchten uns als Unternehmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung stellen und uns für den Umweltschutz engagieren. Daher bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, CO2-Emissionen aus der Verbrennung von Energieträgern durch qualitativ hochwertige Waldprojekte zu kompensieren. Die Umwandlung von Wäldern in andere Nutzungsformen ist bislang lukrativer als der Walderhalt. Wälder dienen der Holzgewinnung, sie müssen für die Landwirtschaft weichen und für den Abbau von Rohstoffen und Infrastrukturprojekten. Getrieben wird Entwaldung vor allem von der Nachfrage in Industriestaaten nach Agrarprodukten wie Rindfleisch, Palmöl und Soja. So gehen rund 60 Prozent der Entwaldung in Brasilien auf das Konto der Viehzucht, um neue Weideflächen für Rinder zu schaffen. In Indonesien wird der Großteil der Wälder gerodet, um Palmöl-Plantagen anzulegen. Armut und eine wachsende Bevölkerung in Entwicklungsländern verstärken den Nutzungsdruck. Der Wert eines Naturwaldes und seiner “Leistungen” für Umwelt und Mensch ist bislang nicht vollständig messbar. Erst wenn die vielfältigen ökologischen und damit gesellschaftlichen Funktionen eines Waldes monetär berücksichtigt werden, steigen die Chancen, Wälder in notwendigem Umfang zu erhalten.

Sind Waldprojekte und CO₂-Ausgleich ein bequemer Ausweg für Unternehmen in Industriestaaten, ein moderner „Ablasshandel“?

Nein. Emissionen an anderer Stelle auszugleichen, ist ein pragmatischer, rascher, kostengünstiger und Veränderung beschleunigender Schritt in Richtung Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung in einer globalen Welt. CO₂-Ausgleich heißt, eigene Emissionen dadurch auszugleichen, dass an anderer Stelle Emissionen gesenkt oder vermieden werden. Dies kann von Unternehmen oder Personen getan werden. Der CO₂-Ausgleich sollte immer dann erwogen werden, wenn andere Wege Emissionen zu senken (Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeffizienz steigern), ausgeschöpft worden sind.

Wer steht hinter den Waldprojekten?

Der Energieversorger ENTEGA, der bereits langjährige Erfahrungen im Bereich klimaneutraler Energieprodukte hat, hat einen Vertrag mit Calpam Mineralöl-Gesellschaft mbH geschlossen. Die ENTEGA ist für die Abwicklung der CO2-Neutralstellung zuständig.
Dabei arbeitet sie eng mit ihrem Schwesterunternehmen Forest Carbon Group AG (FCG), mit Sitz in Frankfurt am Main zusammen. Die Forest Carbon Group, initiiert, finanziert, entwickelt und vermarktet Waldprojekte auf der ganzen Welt. Sie setzt sich dafür ein, Regionen mit gefährdeten Ökosystemen und/oder einer hohen Relevanz für das Klima zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Intakte Wälder werden geschützt, geschädigte Wälder wiederaufgeforstet und andere nachhaltig bewirtschaftet. Die FCG garantiert die hohe Qualität, Sicherheit, Transparenz und Kontrolle aller Projekte, die sie betreut.

Wer garantiert, dass die Bäume in der Demokratischen Republik Kongo 30 Jahre lang stehen bleiben?

Die Forest Carbon Group und ihre Geschäftspartner. Die von den Partnern entwickelten Waldprojekte werden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern regelmäßig überwacht. Vor jedem Projektstart wird überprüft, ob die Vorhaben die Kriterien der geforderten und angewandten Standards erfüllen. Erst dann werden die Projekte freigegeben. Der Fortbestand der Projekte wird durch langfristige Verträge zwischen den Geschäftspartnern der FCG vor Ort, den Landbesitzern und  der kongolesischen Regierung in enger Zusammenarbeit gesichert.

Wie kann man überhaupt feststellen, wie viel Kohlenstoff wie lange in Bäumen gespeichert wird?

Die Kohlenstoffbindung von Bäumen ist von zahlreichen Faktoren abhängig wie Baumart, Standort, Wasserhaushalt und Klima. Eine pauschalisierte Aussage zur Kohlenstoff-Speicherkapazität von Bäumen in ihren Ökosystemen kann deshalb nicht getroffen werden. Um die Kapazität der Kohlenstoffspeicherung zu berechnen, muss das örtliche Ökosystem mit seinen verschiedenen Standortbedingungen in seiner Gesamtheit mit einbezogen werden. Der VCS (Verified Carbon Standard) Standard gibt hierzu strenge Berechnungsvorgaben. Grundsätzlich wird dabei konservativ berechnet und eher zu wenige Zertifikate verbrieft als zu viel.

Was sind CO₂-Zertifikate?

CO₂-Zertifikate sind Emissionsminderungszertifikate. Ein CO₂-Zertifikat entspricht der durch unabhängige internationale Prüfgesellschaften, wie z. B. den TÜV NORD, beglaubigten Einsparung von einer Tonne CO₂-Äquivalent durch ein Klimaschutzprojekt. Durch Erwerb und Stilllegung eines solchen Zertifikates, wird eine Tonne CO₂ ausgeglichen, die an anderer Stelle ausgestoßen wurde. Dies ist immer dann sinnvoll, wenn sich die Emissionen anderweitig nicht hätten vermeiden oder reduzieren lassen und das Klimaschutzprojekt ohne die Erlöse aus dem Verkauf der Zertifikate nicht hätte realisiert werden können.

Was passiert mit den CO₂-Zertifikaten, nachdem sie verkauft wurden? Und können diese dann weiterverkauft werden?

Wir melden der ENTEGA einmal jährlich nach Ablauf eines festgelegten Monitoring-Zeitraums den Absatz aus dem klimaneutralen Energieprodukt. Die ENTEGA bilanziert die daraus entstandenen CO₂-Emissionen und legt die entsprechende Anzahl an CO₂-Zertifikaten auf einem Konto beim Finanzinformations- und Inventardienst Markit (www.markit.com) still. Grundsätzlich gilt: Ein CO₂-Zertifikat im freiwilligen Kohlenstoffmarkt kann weiter gehandelt werden. Will ein Unternehmen ein Produkt oder einen Prozess jedoch CO₂-neutral gestalten, müssen die CO₂-Zertifikate
stillgelegt werden, sonst wird keine zusätzliche Emissionsreduktion erreicht. Die stillgelegten und registrierten CO₂-Zertifikate werden in der Inventarliste von Markit weiterhin gehalten, über die ihnen zugewiesenen Seriennummern können sie jederzeit nachverfolgt werden. Sie können aber nicht noch einmal ausgegeben oder verkauft werden.

Was bedeutet das Klimaschutzprogramm für Ölheizungen?

Das Institut für Wärme und Öltechnik (IWA) beantwortet die wichtigsten Fragen zu den Eckpunkten, die vom Klimakabinett am 20. September 2019 beschlossen wurden.

Lesen Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Klimaschutzprogramm.

Kritische Fragen zum Mai Ndombe REDD+ Projekt, DR Kongo

Wie genau sieht die REDD-Strategie aus, durch die Abholzung im Kongo vermieden werden soll? Ist eine problemlose Umsetzung überhaupt realistisch?

Die Idee des internationalen REDD-Mechanismus ist es, Staaten, Kommunen und die lokale Bevölkerung für Waldschutz zu bezahlen. Aus den Einnahmen durch den Verkauf der Emissionsminderungszertifikate, erhält die Bevölkerung vor Ort einen Anteil. Dadurch kann sie auf die Einnahmen durch Abholzung und Holzverarbeitung (zum Beispiel Brennholz und Holzkohle) verzichten. Zusätzlich wird mit den Einnahmen die örtliche Infrastruktur entwickelt. Damit die Umsetzung funktioniert, wurde die Bevölkerung vor Ort frühzeitig in das Projekt eingebunden. Dazu gibt es eine Doppelzertifizierung durch die internationalen Standards VCS (Verified Carbon Standard) und CCBS (Climate, Community and Biodiversity Standard), womit auch soziale Kriterien abgedeckt werden. Ein Komitee vor Ort überwacht die sozialen Aspekt und Interessen der Bevölkerung. Zu diesem Komitee gehören gewählte Vertreter der Dörfer vor Ort. Zudem werden die Empfehlungen des internationalen REDD Komitees vom kongolesischen Umweltministerium unterstützt. Illegale Abholzung konnte bereits unterbunden werden. Entlang von Straßen überwachen „Eco Guards“ die Einhaltung der Verträge. Zur Gewinnung von Feuerholz werden separate Plantagen angelegt.

Wälder sind neben der Abholzung noch weiteren Risiken, wie Waldbrand oder Insektenbefall ausgesetzt. Wie wird dem begegnet?

Da im Kongobecken vorwiegend ein sehr feuchtes, tropisches Klima mit hoher Biodiversität herrscht, und es sich bei dem Projektgebiet um einen hauptsächlich dicht und verschiedenartig bewachsenen Tieflandregenwald und Sumpfwald handelt, ist die Anfälligkeit für Feuer, Insekten oder Krankheiten eher gering. Zudem wird die gespeicherte Menge an CO2 sehr konservativ berechnet und eine Art „Risikopuffer“ mit einberechnet. Effektiv wird also mehr CO2 gespeichert, als durch Zertifikate verbrieft wird.

Wie können Sie sicher gehen, dass ihre Aktivitäten zum Waldschutz nicht einfach nur zu einer Verlagerung der Abholzung in ein anderes Waldgebiet im Kongo führen?

Die Projektmanager der Forest Carbon Group vor Ort kontrollieren die Landnutzungsaktivitäten im Projektgebiet und in der Nähe des Projektgebietes gemeinsam mit den Einheimischen. Alternative Methoden zur Brennholzgewinnung werden etabliert. Das Holzunternehmen, das vormals die Konzession für die Landnutzung besaß, erhält vom kongolesischen Umweltministerium keine neue Genehmigung für eine Holzeinschlagskonzession im Kongo. Das Projekt wird offiziell von der Regierung in Kinshasa unterstützt, die eng mit dem internationalen UN-REDD Programm zusammenarbeitet. Es soll sukzessiv in ein staatliches Programm eingebaut werden, mit dem Ziel, der Waldzerstörung auf Provinzebene entgegenzuwirken.

Wäre der Wald nicht auch ohne das Projekt erhalten geblieben?

Nein. Die Holzeinschlagslizenz wurde zwar dem damals aktiven Holzunternehmen (einem afrikanisch-europäischen Konsortium) entzogen, jedoch hatten sowohl diese, als auch andere Holzfirmen rechtlich die Möglichkeit, die Lizenzen wiederzuerlangen, sofern sie bei einem neuen Antrag einen wie auch immer darstellbaren „sozialen Nutzen“ hätten nachweisen können. Mindestens ein Unternehmen versuchte in den Jahren 2010 und 2011 intensiv beim kongolesischen Umweltministerium eine neue Holzkonzession für das Gebiet zu erwerben. Durch das Projekt wurde dies verhindert und ein alternativer Entwicklungspfad in der Region eingeschlagen.

Was unterscheidet das Projekt von herkömmlichen Entwicklungshilfe-Vorhaben, die oftmals gescheitert sind?

Zwei Aspekte sind hier entscheidend: Erstens die Projektlaufzeit. Anders als herkömmliche Projekte staatlicher Entwicklungszusammenarbeit, die oft nur bis zu fünf Jahren gefördert werden, engagieren wir uns mindestens 30 Jahre lang. Zweitens die Philosophie. Unsere Arbeit ist leistungsabhängig. D.h. Zahlungen fließen nur, wenn die am Projekt beteiligten Dörfer und Menschen aktiv das Projekt unterstützen und Erfolge im Kampf gegen die Waldzerstörung nachweisen können. Um Ihre Projekte durchzuführen, müssen Sie intensiv mit Regierung und Institutionen der DR Kongo zusammenarbeiten.

Wie gehen Sie mit den Themen Korruption und Bestechung um?

Gemäß unserer Unternehmensethik lehnen wir selbstverständlich Korruption und Bestechung ab. Ohne Wahrung der Menschenrechte und Transparenz ist das Projekt im Kongo nicht möglich. Alle finanziellen und sonstigen Transaktionen werden dokumentiert; die wesentlichen Dokumente werden überdies in die lokale Sprache Lingala übersetzt und öffentlich zugänglich gemacht.