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Fragen und Antworten

Kraftstoffe

Warum wird ein anderer Betrag, als der für den ich getankt habe, auf meinem Konto angezeigt?

Wenn Sie an einem Tankautomat mit einer EC- oder einer Kreditkarte tanken, dann wird auf Ihrem Konto eine Vorautorisierung gebucht.

Diese Vorautorisierung stellt keine Belastung Ihres Kontos dar. Sie wird sofort eliminiert, wenn der Wertbetrag Ihrer Tankung auf Ihrem Konto belastet wird. Es gilt, dass bei Einsatz von Karten die AGB der ausgebenden Kartengesellschaft / Bank und die Zulassungsbestimmungen des Zentralen Kreditausschusses in Berlin gültig sind. Es handelt sich bei diesem Verfahren der Vorautorisierung um ein vorgeschriebenes Verfahren des ZKA. Diese Zulassungsbestimmungen und die damit verbundenen Sicherheitsanforderungen sind für alle Betreiber von electronic- cash Terminals bindend. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.zentraler-kreditausschuss.de.

Das Unternehmen zu dessen Gunsten diese Vorautorisierung vermerkt wird erhält dadurch keine Wertgutschrift und somit auch keine Zinsvorteile zu Ihren Lasten!

Wozu benötige ich überhaupt AdBlue?

AdBlue ist ein Produkt, das entwickelt wurde, um den Ausstoß von Stickoxiden durch Dieselfahrzeuge zu reduzieren.

Woraus besteht AdBlue?

AdBlue besteht aus 32,5 % hochwertigem Harnstoff und 67,5 % entmineralisiertem Wasser.

Wie tanke ich AdBlue?

AdBlue kann nur in LKW verwendet werden, die mit einer SCR-Anlage (selektive katalytische Reduktion) und einem AdBlue Tank ausgestattet sind. Auf keinen Fall darf man AdBlue in den Dieseltank füllen, dies verursacht schwere Motorschäden. Ebenfalls schädlich ist es, wenn Diesel-Treibstoff in den AdBlue-Tank gelangt.

Muss ich meinem Diesel-PKW auch mit AdBlue tanken?

Ja, seit September 2014 gilt die Euro6-Norm für neue Typzulassungen und damit der neue Stickoxid(NOx)-Abgasgrenzwert von nur noch 80 Milligramm/Kilometer. Während bei kleineren Fahrzeugen noch NOx-Speicherkatalysatoren ausreichen, um diesen Wert zu erreichen, benötigen die größeren Modelle ebenfalls einen sogenannten SCR-Katalysator (selektive katalytische Reduktion). Wie beim Lkw wird von einem separaten Tank aus AdBlue direkt vor dem Katalysator in den Abgasstrang gespritzt. Man geht davon aus, dass 30 bis 50 Prozent aller seit Herbst 2015 zugelassenen Euro6-Pkw mit der SCR-Technologie ausgerüstet sind.

Weshalb sollte ich Calpam Diesel schwefelarm tanken?

Mit unserer innovativen Kraftstoff-Sparformel hilft ihnen Calpam Diesel schwefelarm dabei, bereits von der ersten Tankfüllung an Kraftstoff zu sparen*. Unsere Kraftstoff-Sparformel wurde entwickelt, um den Brennvorgang in Ihrem Motor durch eine schnellere Zündung und Verbrennung effizienter zu machen. Zudem hilft das besondere Additivpaket dabei, das Kraftstoffeinlasssystem vor Ablagerungen zu schützen. So können Sie aus jedem Tropfen Calpam Diesel schwefelarm das Maximum herausholen.

* Die tatsächlichen Effekte können je nach Fahrzeug, Fahrsituation und Fahrstil variieren

Calpam Klimaneutral

Warum investieren wir überhaupt in Waldprojekte?

Wir möchten uns als Unternehmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung stellen und uns für den Umweltschutz engagieren. Daher bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, CO2-Emissionen aus der Verbrennung von Energieträgern durch qualitativ hochwertige Waldprojekte zu kompensieren. Die Umwandlung von Wäldern in andere Nutzungsformen ist bislang lukrativer als der Walderhalt. Wälder dienen der Holzgewinnung, sie müssen für die Landwirtschaft weichen und für den Abbau von Rohstoffen und Infrastrukturprojekten. Getrieben wird Entwaldung vor allem von der Nachfrage in Industriestaaten nach Agrarprodukten wie Rindfleisch, Palmöl und Soja. So gehen rund 60 Prozent der Entwaldung in Brasilien auf das Konto der Viehzucht, um neue Weideflächen für Rinder zu schaffen. In Indonesien wird der Großteil der Wälder gerodet, um Palmöl-Plantagen anzulegen. Armut und eine wachsende Bevölkerung in Entwicklungsländern verstärken den Nutzungsdruck. Der Wert eines Naturwaldes und seiner “Leistungen” für Umwelt und Mensch ist bislang nicht vollständig messbar. Erst wenn die vielfältigen ökologischen und damit gesellschaftlichen Funktionen eines Waldes monetär berücksichtigt werden, steigen die Chancen, Wälder in notwendigem Umfang zu erhalten.

Sind Waldprojekte und CO₂-Ausgleich ein bequemer Ausweg für Unternehmen in Industriestaaten, ein moderner „Ablasshandel“?

Nein. Emissionen an anderer Stelle auszugleichen, ist ein pragmatischer, rascher, kostengünstiger und Veränderung beschleunigender Schritt in Richtung Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung in einer globalen Welt. CO₂-Ausgleich heißt, eigene Emissionen dadurch auszugleichen, dass an anderer Stelle Emissionen gesenkt oder vermieden werden. Dies kann von Unternehmen oder Personen getan werden. Der CO₂-Ausgleich sollte immer dann erwogen werden, wenn andere Wege Emissionen zu senken (Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeffizienz steigern), ausgeschöpft worden sind.

Wer steht hinter den Waldprojekten?

Der Energieversorger ENTEGA, der bereits langjährige Erfahrungen im Bereich klimaneutraler Energieprodukte hat, hat einen Vertrag mit Calpam Mineralöl-Gesellschaft mbH geschlossen. Die ENTEGA ist für die Abwicklung der CO2-Neutralstellung zuständig.
Dabei arbeitet sie eng mit ihrem Schwesterunternehmen Forest Carbon Group AG (FCG), mit Sitz in Frankfurt am Main zusammen. Die Forest Carbon Group, initiiert, finanziert, entwickelt und vermarktet Waldprojekte auf der ganzen Welt. Sie setzt sich dafür ein, Regionen mit gefährdeten Ökosystemen und/oder einer hohen Relevanz für das Klima zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Intakte Wälder werden geschützt, geschädigte Wälder wiederaufgeforstet und andere nachhaltig bewirtschaftet. Die FCG garantiert die hohe Qualität, Sicherheit, Transparenz und Kontrolle aller Projekte, die sie betreut.

Wer garantiert, dass die Bäume in der Demokratischen Republik Kongo 30 Jahre lang stehen bleiben?

Die Forest Carbon Group und ihre Geschäftspartner. Die von den Partnern entwickelten Waldprojekte werden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern regelmäßig überwacht. Vor jedem Projektstart wird überprüft, ob die Vorhaben die Kriterien der geforderten und angewandten Standards erfüllen. Erst dann werden die Projekte freigegeben. Der Fortbestand der Projekte wird durch langfristige Verträge zwischen den Geschäftspartnern der FCG vor Ort, den Landbesitzern und  der kongolesischen Regierung in enger Zusammenarbeit gesichert.

Wie kann man überhaupt feststellen, wie viel Kohlenstoff wie lange in Bäumen gespeichert wird?

Die Kohlenstoffbindung von Bäumen ist von zahlreichen Faktoren abhängig wie Baumart, Standort, Wasserhaushalt und Klima. Eine pauschalisierte Aussage zur Kohlenstoff-Speicherkapazität von Bäumen in ihren Ökosystemen kann deshalb nicht getroffen werden. Um die Kapazität der Kohlenstoffspeicherung zu berechnen, muss das örtliche Ökosystem mit seinen verschiedenen Standortbedingungen in seiner Gesamtheit mit einbezogen werden. Der VCS (Verified Carbon Standard) Standard gibt hierzu strenge Berechnungsvorgaben. Grundsätzlich wird dabei konservativ berechnet und eher zu wenige Zertifikate verbrieft als zu viel.

Was sind CO₂-Zertifikate?

CO₂-Zertifikate sind Emissionsminderungszertifikate. Ein CO₂-Zertifikat entspricht der durch unabhängige internationale Prüfgesellschaften, wie z. B. den TÜV NORD, beglaubigten Einsparung von einer Tonne CO₂-Äquivalent durch ein Klimaschutzprojekt. Durch Erwerb und Stilllegung eines solchen Zertifikates, wird eine Tonne CO₂ ausgeglichen, die an anderer Stelle ausgestoßen wurde. Dies ist immer dann sinnvoll, wenn sich die Emissionen anderweitig nicht hätten vermeiden oder reduzieren lassen und das Klimaschutzprojekt ohne die Erlöse aus dem Verkauf der Zertifikate nicht hätte realisiert werden können.

Was passiert mit den CO₂-Zertifikaten, nachdem sie verkauft wurden? Und können diese dann weiterverkauft werden?

Wir melden der ENTEGA einmal jährlich nach Ablauf eines festgelegten Monitoring-Zeitraums den Absatz aus dem klimaneutralen Energieprodukt. Die ENTEGA bilanziert die daraus entstandenen CO₂-Emissionen und legt die entsprechende Anzahl an CO₂-Zertifikaten auf einem Konto beim Finanzinformations- und Inventardienst Markit (www.markit.com) still. Grundsätzlich gilt: Ein CO₂-Zertifikat im freiwilligen Kohlenstoffmarkt kann weiter gehandelt werden. Will ein Unternehmen ein Produkt oder einen Prozess jedoch CO₂-neutral gestalten, müssen die CO₂-Zertifikate
stillgelegt werden, sonst wird keine zusätzliche Emissionsreduktion erreicht. Die stillgelegten und registrierten CO₂-Zertifikate werden in der Inventarliste von Markit weiterhin gehalten, über die ihnen zugewiesenen Seriennummern können sie jederzeit nachverfolgt werden. Sie können aber nicht noch einmal ausgegeben oder verkauft werden.

Was bedeutet das Klimaschutzprogramm für Ölheizungen?

Das Institut für Wärme und Öltechnik (IWA) beantwortet die wichtigsten Fragen zu den Eckpunkten, die vom Klimakabinett am 20. September 2019 beschlossen wurden.

Lesen Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Klimaschutzprogramm.

Kritische Fragen zum Mai Ndombe REDD+ Projekt, DR Kongo

Wie genau sieht die REDD-Strategie aus, durch die Abholzung im Kongo vermieden werden soll? Ist eine problemlose Umsetzung überhaupt realistisch?

Die Idee des internationalen REDD-Mechanismus ist es, Staaten, Kommunen und die lokale Bevölkerung für Waldschutz zu bezahlen. Aus den Einnahmen durch den Verkauf der Emissionsminderungszertifikate, erhält die Bevölkerung vor Ort einen Anteil. Dadurch kann sie auf die Einnahmen durch Abholzung und Holzverarbeitung (zum Beispiel Brennholz und Holzkohle) verzichten. Zusätzlich wird mit den Einnahmen die örtliche Infrastruktur entwickelt. Damit die Umsetzung funktioniert, wurde die Bevölkerung vor Ort frühzeitig in das Projekt eingebunden. Dazu gibt es eine Doppelzertifizierung durch die internationalen Standards VCS (Verified Carbon Standard) und CCBS (Climate, Community and Biodiversity Standard), womit auch soziale Kriterien abgedeckt werden. Ein Komitee vor Ort überwacht die sozialen Aspekt und Interessen der Bevölkerung. Zu diesem Komitee gehören gewählte Vertreter der Dörfer vor Ort. Zudem werden die Empfehlungen des internationalen REDD Komitees vom kongolesischen Umweltministerium unterstützt. Illegale Abholzung konnte bereits unterbunden werden. Entlang von Straßen überwachen „Eco Guards“ die Einhaltung der Verträge. Zur Gewinnung von Feuerholz werden separate Plantagen angelegt.

Wälder sind neben der Abholzung noch weiteren Risiken, wie Waldbrand oder Insektenbefall ausgesetzt. Wie wird dem begegnet?

Da im Kongobecken vorwiegend ein sehr feuchtes, tropisches Klima mit hoher Biodiversität herrscht, und es sich bei dem Projektgebiet um einen hauptsächlich dicht und verschiedenartig bewachsenen Tieflandregenwald und Sumpfwald handelt, ist die Anfälligkeit für Feuer, Insekten oder Krankheiten eher gering. Zudem wird die gespeicherte Menge an CO2 sehr konservativ berechnet und eine Art „Risikopuffer“ mit einberechnet. Effektiv wird also mehr CO2 gespeichert, als durch Zertifikate verbrieft wird.

Wie können Sie sicher gehen, dass ihre Aktivitäten zum Waldschutz nicht einfach nur zu einer Verlagerung der Abholzung in ein anderes Waldgebiet im Kongo führen?

Die Projektmanager der Forest Carbon Group vor Ort kontrollieren die Landnutzungsaktivitäten im Projektgebiet und in der Nähe des Projektgebietes gemeinsam mit den Einheimischen. Alternative Methoden zur Brennholzgewinnung werden etabliert. Das Holzunternehmen, das vormals die Konzession für die Landnutzung besaß, erhält vom kongolesischen Umweltministerium keine neue Genehmigung für eine Holzeinschlagskonzession im Kongo. Das Projekt wird offiziell von der Regierung in Kinshasa unterstützt, die eng mit dem internationalen UN-REDD Programm zusammenarbeitet. Es soll sukzessiv in ein staatliches Programm eingebaut werden, mit dem Ziel, der Waldzerstörung auf Provinzebene entgegenzuwirken.

Wäre der Wald nicht auch ohne das Projekt erhalten geblieben?

Nein. Die Holzeinschlagslizenz wurde zwar dem damals aktiven Holzunternehmen (einem afrikanisch-europäischen Konsortium) entzogen, jedoch hatten sowohl diese, als auch andere Holzfirmen rechtlich die Möglichkeit, die Lizenzen wiederzuerlangen, sofern sie bei einem neuen Antrag einen wie auch immer darstellbaren „sozialen Nutzen“ hätten nachweisen können. Mindestens ein Unternehmen versuchte in den Jahren 2010 und 2011 intensiv beim kongolesischen Umweltministerium eine neue Holzkonzession für das Gebiet zu erwerben. Durch das Projekt wurde dies verhindert und ein alternativer Entwicklungspfad in der Region eingeschlagen.

Was unterscheidet das Projekt von herkömmlichen Entwicklungshilfe-Vorhaben, die oftmals gescheitert sind?

Zwei Aspekte sind hier entscheidend: Erstens die Projektlaufzeit. Anders als herkömmliche Projekte staatlicher Entwicklungszusammenarbeit, die oft nur bis zu fünf Jahren gefördert werden, engagieren wir uns mindestens 30 Jahre lang. Zweitens die Philosophie. Unsere Arbeit ist leistungsabhängig. D.h. Zahlungen fließen nur, wenn die am Projekt beteiligten Dörfer und Menschen aktiv das Projekt unterstützen und Erfolge im Kampf gegen die Waldzerstörung nachweisen können. Um Ihre Projekte durchzuführen, müssen Sie intensiv mit Regierung und Institutionen der DR Kongo zusammenarbeiten.

Wie gehen Sie mit den Themen Korruption und Bestechung um?

Gemäß unserer Unternehmensethik lehnen wir selbstverständlich Korruption und Bestechung ab. Ohne Wahrung der Menschenrechte und Transparenz ist das Projekt im Kongo nicht möglich. Alle finanziellen und sonstigen Transaktionen werden dokumentiert; die wesentlichen Dokumente werden überdies in die lokale Sprache Lingala übersetzt und öffentlich zugänglich gemacht.